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Der Männerclubmacht gewaltvolle Politik.

Ich frage mich manchmal wirklich, wie viel Schmerz wir als Menschen noch ertragen müssen, bevor sich was ändert.

Ich merke es aktuell wieder körperlich.

Diese Nachrichten. Dieses Dauerfeuer aus Gewalt, Menschenverachtung, Lügen.

Und dann diese Gesichter dazu. Diese alten, reichen Männer, die sich aufführen, als wäre die Welt ihr Spielplatz und wir alle Statist*innen.


Und ja, ich sag das so: Viele von ihnen sind Arschlöcher. Nicht, weil sie Männer sind. Sondern weil sie denken, nur weil sie in machtvollen Positionen sitzen, können sie sich alles erlauben!

Erlaubnis, zu entmenschlichen. Erlaubnis, zu drohen. Erlaubnis, über Körper, Leben, Grenzen und Wahrheiten anderer zu bestimmen.

Das Schlimme ist nicht nur, was sie tun. Das Schlimme ist, wie viele Systeme sie dabei tragen. Parteien. Medienlogiken. Geld. Netzwerke. Gerichte. Männerbünde. Und dann sollen wir bitte „sachlich bleiben“, während die Welt brennt.


Ich will in diesem Newsletter zwei Dinge gleichzeitig halten, auch wenn es weh tut:Erstens: Ja, das ist schlimm. Und es darf schlimm sein. Zweitens: Es ist nicht naturgegeben.

Es könnte anders sein. Nicht perfekt. Aber anders. Wenn Menschen an der Macht wären, die Mitgefühl nicht als Schwäche sehen. Wenn Verantwortung wichtiger wäre als Ego. Wenn „stark“ nicht bedeutet: kalt, laut, rücksichtslos. Wenn Care-Arbeit nicht als privates Hobby von Frauen gelesen würde, sondern als das Fundament von Gesellschaft.


Und genau da kommt mein persönlicher Punkt rein, der mir gerade am meisten unter die Haut geht: Kinder. Söhne.

Weil ich mich weigere zu glauben, dass Jungs zu Arschlöchern werden müssen, um in dieser Welt klarzukommen.

Weil ich mich weigere, meine Kinder auf „durchsetzen um jeden Preis“ zu programmieren.

Weil ich will, dass sie Menschen bleiben. Mit Herz. Mit Rückgrat. Mit Blick für andere.


Mitgefühl heißt nicht: alles durchgehen lassen. Mitgefühl heißt: Grenzen achten. Verantwortung übernehmen. Nicht wegschauen. Mitgefühl heißt auch: Fehler zugeben. Entschuldigen. Reparieren. Das ist das Gegenteil von dem, was wir so oft an der Spitze sehen.

Und ja, das ist unbequem und verdammt anstrengend. Und soll nicht nur auf den Schultern von uns Frauen lasten!!!! Es wäre sicher oft einfacher, Kinder auf Härte zu trimmen, damit sie „bestehen“. Aber ich will nicht, dass sie bestehen in einem System, das andere zertritt. Ich will, dass sie beitragen an einem System, das weniger zerstört. Ich will, dass sie Teil des Systemwandels sind!


Drei Sätze, die ich gerade wichtig finde, wenn du Kinder begleitest (oder dich selbst): Du darfst fühlen und du bist trotzdem verantwortlich für dein Verhalten. Stärke heißt nicht, dass du niemanden brauchst. Stärke heißt, dass du fair bleibst, auch wenn du wütend bist. Wenn du Macht hast, bist du verpflichtet dazu, andere zu beschützen. Punkt.


Ich schreibe das nicht, weil ich die Lösung hätte.Ich schreibe das, weil ich diese Welt nicht den Lautesten und Widerwärtigsten überlassen will. Und weil ich glaube, dass wir das, was wir politisch sehen, im Kleinen mitprägen. Jeden Tag. In Sprache. In Grenzen. In Vorbildern. In dem, was wir normal nennen.


Die Politik ist in vielerlei Hinsicht jetzt am Zug was zu verändern, aber wir müssen uns auch entscheiden, ob wir Mitläufer*innen sind, oder auch was verändern wollen!



Wenn du magst: Schreib mir kurz zurück, was dich gerade am meisten trifft. Oder was du dir für die nächste Generation wirklich wünschst!


Und wenn du jemanden kennst, der oder die gerade genauso ringt: Weiterleiten hilft! Teilen hilft! Drüber reden, weinen, lachen, hilft!


Deine

Sandra



 

📬 Bleib dabei. Lies mit. Sag was.

Genug!
Genug!

Denn Feminismus lebt, wenn wir ihn leben.


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