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Was, wenn ich nie wieder „die Alte“ werde – und das gut ist?

Dieser Newsletter ist persönlicher als sonst. Nicht perfekt formuliert, nicht strategisch geplant – sondern einfach ehrlich.

Ich bin 42. Und manchmal frage ich mich: Wer bin ich eigentlich heute? Und warum vergleiche ich mich so oft mit einer Version von mir, die gar nicht mehr da ist?


Die, die früher mehr geschafft hat.

Mehr getragen hat. Weniger gezweifelt hat. Oder zumindest so getan hat. Ich vermisse sie manchmal – obwohl ich genau weiß, dass sie oft einfach nur funktioniert hat. Durchgezogen hat. Gelächelt hat. Auch dann, wenn drinnen alles ganz anders war.


Ich habe in den letzten Jahren viel über mich gelernt. Über meine Grenzen. Über meine Ressourcen. Über tiefe Erschöpfung. Und über einen Zustand, der nicht einfach nur „eine schlechte Phase“ war.


Es war (und ist) ein Prozess, ehrlich hinzuschauen: Bin ich einfach überlastet – oder ist da noch etwas anderes? Ist mein Kopf wirklich „zu voll“ – oder ist er einfach nur anders verdrahtet? Ich lasse das gerade abklären. Nicht, weil ich ein Label brauche. Sondern weil ich mir selbst besser begegnen will.


Was ich heute weiß: Ich bin nicht mehr „die Alte“. Und das ist gut.

Ich bin langsamer geworden. Ich muss öfter absagen. Ich vergesse Dinge. Aber ich spüre mich wieder. Ich bin ehrlicher. Ich bin tiefer. Ich habe nicht mehr den Anspruch, alles „wie früher“ zu machen. Ich will gar nicht zurück. Ich will ankommen.


Und ich weiß: Meine Geschichte ist nur eine von vielen. Jede*r von uns hat eine eigene Version davon. Vielleicht in der Perimenopause. Vielleicht in einer Trennung. Vielleicht im ganz normalen Wahnsinn zwischen Care-Arbeit, Job und Selbstanspruch. Vielleicht in einer stillen Veränderung, die niemand sieht – aber alles bewegt.


Was, wenn wir einander nicht mehr vergleichen, sondern begleiten? Was, wenn wir uns nicht messen an dem, was wir einmal waren – sondern uns anerkennen für das, was wir gerade sind?


Wenn dich das berührt – schreib mir. Vielleicht entsteht daraus ein Raum für uns. Vielleicht ein Gespräch. Vielleicht nur ein stilles Nicken.


Ich bin da. Mitten im Wandel. Und du?

Von Herzen, Sandra


Wenn du psychologische Hilfe brauchst, scheu dich nicht davor, sie dir zu suchen. Hier einige Notfallnummern.


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